Hier nun der offizielle Bericht zur 4. Tour de Matjes.
Tour de Matjes ohne prallen Sonnenschein und 25-30 Grad? Das geht auch, wie es dieses Jahr gezeigt hat. Nachdem das Wetter uns in den vorangegangenen Jahren so sehr verwöhnt hatte, schwächelte es dieses Mal ein klein wenig. Dennoch fanden sich bei bedecktem Himmel auch in diesem Jahr wieder 35 Radfahrer (danke an Chris und Stefan für die Videos, in denen man so schön nachzählen konnte ) um 10:45 Uhr vor dem Pinneberger Bahnhof ein. Eine Reifenpanne noch vor dem Start verzögerte die Abfahrt ein wenig. Kurz vor 11 gab es dann schließlich die gewohnte Ansprache von Sascha, der mit seinem heimlich gekauften neuen Carbon-Renner auf Jungfernfahrt ging: Zweierreihe fahren (was auch fast durchgehend super funktioniert hat), die Scouts Peter und Rene wurden vorgestellt, die starken Fahrer sollten sich eher hinten aufhalten, damit die Schwächeren nicht hinten abfallen können. Das habe ich dann mal gleich wörtlich genommen und mich ganz hinten bei Rene einsortiert, der erneut den letzten Mann machte.
Die ersten störenden Ampeln in Pinneberg waren schnell hinter uns gebracht, von da an wurde die Gruppe fast nicht mehr durch äußere Einflüsse auseinander gebracht. Die Ausnahme bildete ein Autofahrer, der in Moorrege nicht warten wollte bis wir alle abgebogen waren, einfach weiter fuhr (klingt jetzt gefährlicher als es wirklich war) und dabei noch den hier machte. Der war wohl mit dem falschen Fuß aufgestanden. Ansonsten ging der Weg bis nach Glückstadt sehr ruhig und entspannt vonstatten. Die Regentropfen konnte man auch glatt an einer Hand abzählen.
In Glückstadt konnten wir uns wieder an die gewohnten Tische setzen. Kaum waren wir angekommen, kam auch schon der von Marek bestellte Regen. Egal, wir saßen ja trocken (zumindest vorerst...). Die vorherige Bestellung des Essens hatte auf die Geschwindigkeit der Kellnerinnen leider nur wenig Einfluss, aber wir hatten ja Zeit, haben uns gemütlich den Bauch vollgeschlagen (der eine mehr, der andere weniger ), geplaudert und teilweise noch Kaffee bestellt. Der Matjes war wieder einmal phantastisch, allein deshalb lohnt sich immer schon die Fahrt nach Glückstadt. Am Ende machten wir noch das obligatorische Gruppenfoto.
Die Rückfahrt begann auf nassen Straßen, aber zumindest regnete es nicht weiter. (Gut hinbekommen mit der Bestellung, Marek.) Von nun an wurde die Gruppe stetig kleiner. Die ersten beiden (?) fuhren bereits von Glückstadt aus mit der Bahn zurück, weitere Leute seilten sich einzeln oder paarweise unterwegs noch ab. Warum auch nicht, es muss ja jeder für sich selbst entscheiden, wie lange er bei dieser Witterung unterwegs sein möchte. Und wenn es dann noch quasi zuhause vorbei geht... Eine Schrecksekunde gab es dann doch noch zu verdauen, denn kurz nach einer Überquerung von Bahnschienen stürzte Sara-Melissa. Die Knochen und das Rad mussten erst mal gecheckt werden, aber zum Glück schien nichts Schlimmeres passiert zu sein.
Nach einer Weile waren die Straßen auch wieder trocken, was das Fahren in der großen Gruppe wieder deutlich angenehmer machte. Am Ende kam sogar kurzzeitig die Sonne heraus. Wir wurden auch nur noch einmal aufgehalten, als ich einen Platten hatte. Ein spitzer Stein (man achte auf die Aussprache ) hatte sich doch glatt durch den Reifen gebohrt. Da ich zu dem Zeitpunkt bereits von Rene die Aufgabe des letzten Mannes übernommen hatte, befand ich mich ganz am Ende der Gruppe, was das Durchgeben der Nachricht etwas verzögerte. Unglücklicherweise hatte ich bereits am Morgen vor der Abfahrt meinen letzten Ersatzschlauch aufgezogen, da der alte nach ausgiebiger Benutzung schlapp gemacht hatte. Da hat man Ewigkeiten keinen Platten und dann gleich zwei an einem Tag... Naja, es gibt für alles ein erstes Mal. Eine nette Mitfahrerin stellte mir einen Schlauch zur Verfügung, der dann auch schnell montiert war. Der Rest der Rückfahrt verlief recht ereignislos, bis auf einen Fußgänger in Pinneberg, der seelenruhig zwischen uns über eine rote Ampel marschierte.
Trotz des nicht ganz optimalen Wetters war es eine super Tour, es wurde fast immer das richtige Tempo angeschlagen, um niemanden abzuhängen. Nur Pedi hat gegen Ende mal etwas zu viel Gas gegeben. Im nächsten Jahr sind wir hoffentlich wieder alle dabei, auch unsere Rückenkranken.
Sehr schöner Bericht... weiter so, dass wollen wir jetzt immer so haben
Was ich nur immer noch nicht verstehe ?? Warum brauchen die zum Servieren eigentlich immer so lange, der Fisch ist doch schon tot,oder !? Bei so vielen Vorbestellungen sollten die das eingentlich besser im Griff haben !
Jens
Wir, die guten Willens sind, geführt von Ahnungslosen,versuchen für die Undankbaren das Unmögliche zu vollbringen !